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Chronischer
Gelenkrheumatismus
(Chronische Polyarthritis)
Der Name "chronisch" bedeutet, daß es sich um eine
andauernde Krankheit
handelt, deren Entzündung sich selbst unterhält, also nicht
ausheilt.
Es gibt höchstens sogenannte Schübe mit Verschlimmerungen und auch einmal
beschwerdefreie Zeiten. Nur in seltenen Ausnahmefällen verschwindet diese
Erkrankung
einmal wieder.
Was die Entzündung der Gelenkinnenhaut mit Übergreifen auf Knorpel und
Knochen letztlich
auslöst, wissen wir nicht. Jedenfalls sind es keine Krankheitserreger,
oder sie geben
vielleicht höchstens einen Anstoß, damit ein Leiden, das seine Ursache im
Körper selbst
hat, in Gang kommt. Die Störung liegt also im Patienten selbst, da das
"Immunsystem"
eine Fehlleistung vollbringt, indem auf sehr kompliziertem Wege,
den die Forscher
annähernd genau kennen, letztlich Antikörper (Gegenstoffe im Blut)
gegen
körpereigenes Gewebe, in diesem Falle gegen Gelenkgewebe gebildet
werden. Die
Antikörperbildung gegen körperfremde Substanzen (vor allem
Krankheitserreger) ist ja
sehr sinnvoll, nicht aber die Bildung von Antikörpern gegen körpereigene
Strukturen. Und
da Antikörper immer mit dem Stoff, gegen den sie gebildet werden,
reagieren und ihn
vernichten wollen, geschieht das auch mit dem körpereigenen Gewebe, in
diesem Fall den
Gelenken.
Wir kennen heute übrigens auch noch andere
"Antikörperkrankheiten"
("Immunkrankheiten") mit der Bildung von Antikörpern gegen die
verschiedensten
körpereigenen Gewebe und Zellen. Man weiß heute, daß sogenannte
"Herde"
(Mandeln, Zähne usw.) mit der Entstehung des chronischen
Gelenkrheumatismus nichts zu tun
haben. Entzündete Mandeln können höchstens einmal dazu beitragen, daß der
Körper mit
der Erkrankung weniger gut fertig wird. Wir müssen uns im Prinzip damit
abfinden, daß
der chronische Gelenkrheumatismus plötzlich auftritt, ohne daß wir das
irgendwie
verhindern können. Der beschriebene krankhafte Vorgang im Gelenk ist
ebenfalls eine
Entzündung, die von der Gelenkinnenhaut ausgeht und schließlich den
Knorpel und Knochen,
aber auch Bänder und die Gelenkkapsel, die für die Festigkeit der Gelenke
verantwortlich
sind, ergreift.
Das Besondere an dieser Entzündung ist, daß sie nicht nur zerstört,
sondern auch
wuchernde Eigenschaften hat. Letztlich ist aber doch immer die Zerstörung
der
Gelenkstruktur das Entscheidende für den Krankheitsprozeß. Äußerlich
drückt sich die
Entzündung zunächst in Schmerzen und Schwellungen der Gelenke aus, aber
langsam kommt es
dann zu Folgeerscheinungen auf Grund der fortschreitenden Zerstörungen.
Wenn neben der
Gelenkinnenhaut und dem Knorpel auch schon die Knochenoberfläche teilweise
oder ganz
zerstört ist, beginnen die sich gegenüberstehenden
"Knochenwunden" ähnlich
wie ein Knochenbruch zusammenzuheilen, wobei die wuchernde Tendenz noch
unterstützend
wirkt. Es kommt also zur Versteifung, die in wenig gebrauchten
Bewegungsrichtungen beginnt
und durch Schonung und Ruhigstellung entscheidend gefördert wird. Nur
bewegte Gelenke
können ihre Beweglichkeit erhalten. Bei der Besprechung der Behandlung
werden wir noch
darauf zurückkommen. Es kann aber auch sein, daß Gelenke nur ihre
Festigkeit und
Belastbarkeit verlieren, weil die "Haltegurte" (Sehnen, Bänder,
Kapsel)
zerstört sind und die Versteifung nicht oder noch nicht eingetreten
ist.
Der Verlauf der Erkrankung ist von Fall zu Fall sehr verschieden. Der Name
"Polyarthritis" heißt "Entzündung vieler
Gelenke",
dennoch beginnen die meisten Erkrankungen an einem Gelenk oder wenigen
Gelenken, und dann
kann man nicht immer schon entscheiden, ob die Krankheit eine chronische
Polyarthritis
wird. Manchmal geben besondere Blutbefunde und Begleiterscheinungen
Hinweise darauf. Oft
verschwinden zu Beginn die Beschwerden auch zwischenzeitlich wieder oder
sie treten in
einem anderen Gelenk auf, während sie in einem zunächst befallenen wieder
verschwinden.
Im allgemeinen kommen jedoch im Laufe der Zeit mehr Gelenke dazu, und die
Beschwerden
werden stärker. Allerdings sind die Stärke der Beschwerden und die
Geschwindigkeit des
Fortschreitens sehr unterschiedlich. Nur relativ selten werden gleich zu
Beginn alle
Gelenke sehr stark betroffen, ohne daß es wieder zu einem Nachlassen der
Beschwerden
kommt.
Manche Gelenke werden seltener von der chronischen Polyarthritis befallen.
Das gilt
besonders für die Fingerendgelenke der Zeige-, Mittel-, Ring- und
Kleinfinger, die selten
an der Krankheit beteiligt sind, wahrend die Grund- und Mittelgelenke der
Finger und auch
das Endgelenk des Daumens sowie auch die Zehengelenke (einschl.
"Ballen" =
Großzehengrundgelenk) meist betroffen sind. Wirklich alle Gelenke des
Körpers sind
relativ selten befallen. Man darf aber nur Beschwerden als Gelenkbefall
bezeichnen, die
wirklich die Gelenke betreffen, also im Gelenk selbst bei Bewegung und
manchmal auch in
Ruhe weh tun bzw. eine Schwellung um das Gelenk aufweisen. In etwa einem
Drittel der
Krankheitsfälle sind auch die Gelenke der Halswirbelsäule
betroffen.
Ein recht typisches Zeichen für alle entzündlichen Gelenkerkrankungen und
besonders für
die chronische Polyarthritis ist eine "Morgensteifigkeit" der
befallenen Gelenke
und besonders der Hand. Diese ausgesprochene Morgensteifigkeit dauert
unterschiedlich lang
bis zum "Auftauen", das sich durch warmes Wasser meist
beschleunigen läßt.
Nun ist die chronische Polyarthritis eine Erkrankung, die nicht nur die
Gelenke, sondern auch
die Sehnenscheiden betrifft. Hier spielt sich die gleiche
zerstörende
Entzündung ab, wie an der Gelenkinnenhaut. Man findet also Schwellungen
auch über
Sehnenscheiden, besonders gut sichtbar am Handrücken und an der Innenseite
des
Handgelenks, und bei fortschreitender Zerstörung können dann die Sehnen
gelegentlich
reißen. Das äußert sich dann darin, daß z. B. ein Finger plötzlich nicht
mehr
gestreckt oder gebeugt werden kann, nicht weil etwa das Gelenk schon
versteift wäre,
sondern weil die Übertragung der Bewegung auf das betreffende Fingerglied
unterbrochen
ist. Die Bewegungsunfähigkeit fördert dann natürlich die knöcherne
Versteifung. So ein
Sehnenriß tritt ganz plötzlich auf, oft nach einem ganz geringfügigen
Anstoßen oder
auch ohne ersichtlichen Grund, oft über Nacht. Eine baldige Sehnennaht
oder -verpflanzung
kann hier manchmal noch helfen.
Unterhalb des Handgelenks verläuft ein Nerv, der die Hand vom Daumen bis
zum Ringfinger
versorgt, und der bei einer chronischen Polyarthritis durch entzündetes
wucherndes Gewebe
oft gedrückt wird. Das macht dann oft sehr starke Schmerzen in der ganzen
Hand, die auch
nach oben in den Arm ausstrahlen können und hauptsächlich nachts in
Erscheinung treten,
so daß der Betroffene dann aufwacht, die Hände reiben und schütteln muß
und vielleicht
auch unter kaltes oder warmes Wasser hält, was seine Beschwerden dann
bessert. Auch
Kraft, Gefühl und Beweglichkeit der Hand sind durch diese Nervenschädigung
beeinträchtigt. Der Arzt nennt das
"Karpaltunnel-Syndrom",
weil der betreffende Nerv, der "Medianus-Nerv" heißt, in der
Höhlung (Tunnel)
der Hand (Karpus), durch die er läuft, geschädigt wird. Ähnliche
Erscheinungen können
auch an anderen Nerven, wenn auch viel seltener, auftreten. Es muß aber
gesagt werden,
daß nicht alle Karpaltunnel-Syndrome beim chronischen Gelenkrheumatismus
auftreten. Es
gibt das gleiche Krankheitsbild auch aus anderen Gründen und manchmal auch
ohne
ersichtlichen Grund.
Fast immer beim chronischen Gelenkrheumatismus ist die Muskulatur insofern
beteiligt, als
sie unter Bevorzugung bestimmter Muskelpartien an Substanz verliert und
damit schwächer
wird. Eine andere mögliche, wenn auch relativ seltene Begleiterscheinung
des chronischen
Gelenkrheumatismus sind mehr oder weniger große
"Rheuma-Knoten"
unter der Haut, vorwiegend in Gelenknähe. Diese Knoten werden oft
fälschlich für eine
Gicht gehalten. Es gibt verschiedenartige Knoten bei den verschiedensten
rheumatischen
Erkrankungen, und längst nicht jeder Knoten spricht für eine Gicht, aber
auch nicht
jeder für eine chronische Polyarthritis.
Eine nicht so sehr seltene Beteiligung am Krankheitsgeschehen betrifft die
Blutgefäße,
und zwar vorwiegend die zuführenden Arterien. Es kann also zu
Durchblutungsstörungen
kommen, die sich sehr unterschiedlich äußern können, je nachdem, ob große
oder kleine
Arterien betroffen sind und welche Körperbezirke sie zu versorgen haben.
So kann es
beispielsweise zu Hauterscheinungen kommen, weil kleine
Hautpartien nicht
mehr ausreichend ernährt werden.
Auch Nervenschmerzen bei chronischer Polyarthritis sind
meist dadurch
bedingt, daß die kleinen Blutgefäße, die die Nerven zu ernähren haben,
nicht mehr
durchgängig sind. Solche Erscheinungen finden sich aber längst nicht bei
allen an einer
chronischen Polyarthritis Erkrankten. Es gibt auch noch mehr Möglichkeiten
an Miterkrankungen
von Organen, sie sollen hier jedoch nicht besprochen werden, weil
sie selten
sind. Es mag genügen, zu wissen, daß es so etwas gibt, dann wird der
Patient
Verständnis dafür haben, wenn der Arzt ihm eröffnet, daß diese oder jene
Erscheinung
mit seiner chronischen Polyarthritis zusammenhängt.
Grundzüge der Behandlung
Die moderne Medizin kennt Möglichkeiten, die
chronische
Polyarthritis mit Medikamenten entscheidend zu beeinflussen. Es muß jedoch
ganz eindeutig
gesagt werden, daß es mit keinem Medikament gelingt, die Erkrankung
vollständig
auszuheilen. Die wirksamen Medikamente müssen also ständig genommen
werden, sonst kehrt
die Krankheit wieder. Auf der anderen Seite können wir auch auf die
Medikamente nicht
verzichten, denn sie sind durch keine andere Maßnahme (beispielsweise
Bäder usw.) zu
ersetzen.
Badeinhaltsstoffe haben in früherer Zeit, als man keine anderen
Behandlungsmöglichkeiten
kannte, eine größere Bedeutung gehabt; da sie durch eine Umstimmung den
Körper
vielleicht in die Lage versetzen, mit der Erkrankung besser fertig zu
werden, der direkte
Einfluß auf den Krankheitsvorgang ist jedoch gering. Mooranwendungen
werden auf Grund der
damit möglichen zu hohen Wärmezufuhr in entzündlich aktiven Fallen oft
nicht vertragen.
Penizillin, das ja beim Streptokokkenrheumatismus seine Berechtigung hat,
ist bei der
chronischen Polyarthritis nicht angezeigt, da Streptokokken diese
Erkrankung nicht
auslösen. Mandeln und Zähne zu opfern, hat im allgemeinen auch keinen
Effekt. Nur bei
stark entzündeten Mandeln mag einmal der Körper eine verminderte
Abwehrfähigkeit haben,
so daß nach der Mandeloperation manchmal eine vorübergehende Besserung
durch eine
verbesserte Abwehrlage, niemals aber eine Heilung, eintritt.
Es gibt Medikamente, die in die Entstehung der
Erkrankung, also in die
krankhafte Störung der Antikörperbildung oder die Reaktion der Antikörper
mit dem
Gelenkgewebe eingreifen. Wenn Ihr Arzt also ein solches
Medikament gibt,
dann wissen Sie, worum es sich handelt. Man wird diese Medikamente nicht
mehr einsetzen,
wenn die Gelenkzerstörungen zu weit fortgeschritten sind, so daß ein
Eingriff in die
Krankheitsentstehung nicht mehr oder nur in geringem Maße eine
Verbesserung der
bestehenden Veränderungen bringen kann. Denn leider ist ein zerstörtes
Gelenk nicht
wieder aufzubauen. Deshalb kann die ganze Behandlung nur darauf
ausgerichtet sein, zu
erhalten, und das muß auch der Patient wissen, damit er nicht durch
Leichtfertigkeit oder
Unterlassung wichtiger Maßnahmen in einen Zustand gerät, der durch nichts
wieder
gebessert werden kann. Die genannten Mittel, die in die
Krankheitsentstehung eingreifen,
brauchen längere Zeit bis sie wirken, und wenn man sie nach ihrem
Wirkungseintritt wieder
weg läßt, dauert es eine Weile, bis sich die Erkrankung wieder
verschlechtert. Man muß
wissen, daß man erst nach einiger Zeit beurteilen kann, ob ein Medikament
bei dem
betroffenen Patienten wirkt. Welches der Medikamente man im Einzelfall
gibt, richtet sich
nach verschiedenen Gesichtspunkten und wird vom Arzt entschieden.
Daneben gibt es Medikamente, die sehr rasch wirken und
nach Absetzen
rasch ihre Wirkung verlieren, und die nicht in die Krankheitsentstehung
eingreifen,
sondern am entzündeten Gelenk direkt wirken. Hierzu
gehören die
Kortisonpräparate und eine Reihe anderer sog. Antirheumatika, die keine
Kortisonpräparate sind. Kortison ist wirksamer, aber vor allem in größeren
Mengen auch
schlechter verträglich oder sogar gefährlich. Deshalb gibt man Kortison
nur, wenn man
mit den Antirheumatika allein nicht auskommt, und man gibt meist zum
Kortison eines der
genannten Antirheumatika in ausreichender Menge, um die Kortisondosis so
niedrig wie
möglich zu halten. Da die Mittel, die in die Krankheitsentstehung
eingreifen, längere
Zeit bis zum Wirkungseintritt brauchen, gibt man als
"Sofortmaßnahme" Kortison
und/oder Antirheumatika dazu, die man dann später in niedrigeren Mengen
weitergeben oder
auch ganz weglassen kann.
Es hängt also sehr vom Einzelfall ab, welches Medikament man in welcher
Menge gibt. Es
gibt sogenannte Kombinationspräparate, in denen mehrere Medikamente
gleichzeitig
enthalten sind, die aber vom Rheumatologen nicht geschätzt werden, weil
man bei diesen
nie beurteilen kann, ob die einzelnen Medikamente in der betreffenden
Dosis nötig bzw.
ausreichend sind. Das genannte Vorgehen bei der Behandlung ist
andererseits der Grund
dafür, daß ein Patient, der an einer chronischen Polyarthritis leidet,
meist mit
mehreren Medikamenten behandelt werden muß, die auch nicht immer so ganz
gut vertragen
werden. Der Arzt wird deshalb auch oft mehrere Medikamente ausprobieren
müssen.
Daneben ist bei dieser Gelenkerkrankung, die zur Bewegungseinschränkung
der Gelenke und
zur Versteifung neigt, die Bewegungsbehandlung
außerordentlich wichtig
und wird leider allzu oft vernachlässigt. Auch diese muß ständig, d. h.
mindestens
einmal täglich, durchgeführt werden. Als Folge der Gelenkzerstörung und
der krankhaften
Wucherungen neigen die Knochenenden dazu, zusammenzuwachsen, was durch
ausreichende
Bewegung verhindert werden muß. Schon die geringste Schonung einer
Bewegungsrichtung oder
eines Bewegungsausmaßes läßt die Bewegungseinschränkung beginnen, die in
relativ
kurzer Zeit nicht mehr rückgängig zu machen ist. Es ist natürlich
unterschiedlich, wie
sich die eine oder andere Bewegungseinschränkung auf die Gesamtfunktion
auswirkt.
Beispielsweise ist eine nicht mehr vollständige Streckung eines
Ellbogengelenks nicht so
schlimm wie die eines Kniegelenks. Mit einem nicht mehr streckbaren Knie
kann man schlecht
laufen, und es kommt zu zusätzlichen statischen Auswirkungen, da ja
innerhalb des
Kniegelenks dann andere Belastungsverhältnisse vorliegen, für die ein Knie
nicht gebaut
ist, und da somit der Haltapparat (Muskeln und Sehnen) zwangsläufig
überbeansprucht
wird. Die Verhältnisse liegen bei jedem Gelenk natürlich anders, und auch
die jeweilige
Inanspruchnahme des Gelenks durch die Belastung im täglichen Leben und im
Beruf spielt
natürlich eine erhebliche Rolle für die tatsächliche Auswirkung einer
Funktionseinschränkung des betreffenden Gelenks.
Insgesamt wird es aber das Ziel sein müssen, die Beweglichkeit eines jeden
Gelenks zu
erhalten, und das ist nur mit täglicher spezieller Gymnastik möglich, was
allerdings
viel Überwindung und Konsequenz vom Patienten verlangt.
Autor:
|
Prof. Dr. med. Hartwig Mathies
93074 Bad Abbach |
Herausgeber: |
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Deutsche Rheuma-Liga
Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn |
Neuauflage 1997 - 20.000 Exemplare
Drucknummer: 1.2/BV/12/97
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