Liebe Patientin, lieber Patient,


Sie leiden an einer rheumatischen Erkrankung, die mit verschiedenen Medikamenten behandelt wird. Besonders wichtig sind die langwirksamen Rheumamedikamente, die sogenannte Basistherapie.


Was sind langwirksame Rheumamedikamente ?

Diese Medikamente sollen Ihre Erkrankung langfristig verbessern. Sie sollen das Fortschreiten Ihrer Erkrankung aufhalten. Diese Behandlung wirkt nicht sofort, sondern erst nach mehreren Wochen. Dafür hält ihre Wirkung auch länger an.


Ihnen wird als langwirksames Rheumamedikament Cyclosporin empfohlen


Wann tritt die Wirkung ein ?

Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 4 - 8 Wochen. Bei manchen kann es auch bis zu 6 Monaten dauern, bis eine Wirkung zu spüren ist. Wenn die Wirkung nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine Dosissteigerung.


Wie wird die Behandlung mit Cyclosporin durchgeführt ?

Cyclosporin gibt es als Gelatinekapseln oder als Trinklösung. Die Dosis richtet sich nach Ihrem Körpergewicht. Sie kann sich während der Behandlung ändern.
Dosis: morgens: ___ mg abends: ___ mg


Woran merken Sie, daß die Behandlung mit Cyclosporin wirkt ?

Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie zum Beispiel die Blutsenkung.


Wie lange wird die Behandlung mit Cyclosporin durchgeführt ?

Es ist notwendig, daß die Behandlung mit Cyclosporin langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihr Cyclosporin regelmäßig einnehmen. Die Behandlung muß auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit verschlimmern.


Was passiert, wenn die Behandlung mit Cyclosporin nicht wirkt ?

Erst nach 3 Monaten kann man den Erfolg einer Behandlung mit Cyclosporin sicher beurteilen. Wenn das Cyclosporin nicht ausreichend wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern.


Können Nebenwirkungen auftreten?

Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt auch für die Therapie mit Cyclosporin. Daher ist eine häufige Kontrolle der Behandlung durch Ihren Hausarzt notwendig. Nur so kann er eventuell auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück. Nicht jede Nebenwirkung zwingt zum Abbruch der Therapie. Die meisten der im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen sind selten.


Welche Nebenwirkungen können auftreten ?

Relativ häufig kommt es zu Veränderungen des Zahnfleisches. Es können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Manche Patienten nehmen an Gewicht ab. Die Körperbehaarung kann zunehmen. Wenn Sie eine dieser Erscheinungen beobachten, sollten Sie Ihren Arzt informieren.


Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt ?

Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen und kontrolliert Ihren Blutdruck. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen. Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig, um die Nierenfunktion zu prüfen. Falls bei Ihnen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Cyclosporin-Behandlung auftreten, entscheidet Ihr Arzt über die weitere Behandlung. Nicht jede unerwünschte Wirkung zwingt zum Abbruch der Therapie.


Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden ?

1. - 2. Monat     ab 3. Monat
alle 1 - 2 Wochen     alle 4 Wochen

Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der Therapie mit Cyclosporin bemerken, informieren Sie Ihren Arzt.


Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten ?

Während der Behandlung mit Cyclosporin sollten Impfungen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
Eine Schwangerschaft sollte während der Behandlung vermieden werden.